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Chantaridenpflaster

Die Behandlung mit einem Cantharidenpflaster zählt zu den klassischen Ausleitungsverfahren über die Haut und ähnelt dem blutigen Schröpfen. Sie wird auch als „Weiße Schwester des Schröpfens“ und „weißer Aderlass“ bezeichnet.

Das Cantharidenpflaster ist ein Pflaster, das mit der Salbe aus dem getrockneten und gemahlenen „Spanischen Käfer ( Fliege)“ bestrichen ist.

Es wirkt durchblutungsfördernd und lymphstrombeschleunigend und ist bei zahlreichen chronischen und akuten Erkrankungen u.a. im HNO-Bereich, bei Gelenkleiden, Wirbelsäulenleiden indiziert.

Sehr gute Erfolge habe ich bei Kindern mit wiederholten Mittelohrentzündungen. Oftmals stehen die kleinen Patienten kurz vor der OP mit dem sog. Paukenröhrchen. Vorher lohnt sich sicherlich ein Versuch mit dem Cantharidenpflaster!

Behandlungsablauf:

Im 1. Termin wird das Pflaster auf die Haut aufgebracht, fixiert und verbleibt 12-24 Std. dort. Nach einigen Stunden entsteht unter dem Pflaster eine blasige Hautentzündung (Brandblase).

Im Nachsorgetermin wird diese Blase steril geöffnet, versorgt und ggf. erfolgt eine i.m.-Reinjektion des Blaseninhalts.

Die Brandblase heilt innerhalb weniger Tage (2-7 Tage) narbenlos ab, da sie nur oberflächlich ist.  Bei chronischen Erkrankungen kann eine Zweitbehandlung in 4 Wochen nötig sein.

Dieses alte, sehr wirkungsvolle Heilverfahren wird nur noch von wenigen Heilpraktikern angeboten.